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  • AutorenbildGabriele Müller

Feedback von Johanna mit Rüde Amo




Ich übernahm im September 19 meinen Patenhund aus dem Tierschutzhaus. Eigentlich wollte ich noch länger mit ihm dort üben, aber aus gesundheitlichen Gründen mußte es schnell gehen, er wäre im Heim nicht gesund geworden. Dort hat er sich eine heftige Leinenaggression angeeignet, weil die Patin vor mir nicht gleich zu Beginn an seiner Unsicherheit arbeitete. Als ich ihn übernahm, lief die erste Hundebegegnung mit 10 m Distanz so ab: er stellte sich auf die Hinterbeine wie ein Wildpferd, Luftbisse mit Maulkorb, drehte sich im Kreis, völlig von der Rolle.

Im Zwinger zerstörte er alles, kaum bellte draußen ein Nachbar, zischte er raus und sprang an der hohen Betonmauer wie ein Jojo. Daheim bei mir war er sofort ruhig, nur die Hundebegegnungen waren ein Graus. Daher fuhr ich 2x am Tag mit dem Auto in Industriezone vom 23. oder Wald und ging in der Nacht. Mit der ersten Trainerin 5er Block vergeudet und völlig verzweifelt begann ich eines Nachts zu suchen und fand Gabi.

Sie kam zu uns, schaute sich ihn an und sagte, so jetzt machen wir eine Runde und schauen, wo Hunde sind. Ich war völlig baff, wie ihre Sicherheit, Ruhe und Ausstrahlung auf ihn abfärbte und er nur "minimal" auf andere Hunde reagierte.

Die nächste Einheit wurde im Wald absolviert. Da war das nächste Erstaunen, als sie sagte, sie hätte 4 Hunde im Auto. Sie holte einen nach dem anderen aus dem Auto, stellte sie meinem Hund vor, der beim ersten etwas "auszuckte", dann immer ruhiger wurde und schlußendlich ging ich mit 5 Hunden an der Leine und meiner war nicht wieder zu erkennen. Wir nahmen dann regelmäßig an den pack walks teil.

Ab und zu kommt noch bei neuen Hunden ein kurzes Aufflackern, aber das ist gleich weg.

Unlängst standen wir in 2m Abstand vom Hundebesitzer und zwei fremden Hunden und ich konnte mich mit ihm unterhalten. Wir haben noch Probleme mit Hunden, die ihn anstarren und den kleinen Angstkläffern, aber mit dem kann ich leben.

Er ist jetzt Besuchshund in einem Pflegeheim, wo auch andere Hunde sind, das wäre früher nicht möglich gewesen.

Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn ein neuer "Kapazunder" bei den pack walks auftaucht und wie der dann in den 2 Stunden zu einem ruhigen Hund wird.

Danke, Gabi! Amo wird überall gelobt, wir eingeladen. Ich kann mit ihm in ein Lokal gehen,

wir waren schon auf Urlaub. Das war alles so in weiter Ferne.


Johanna mit Rüde Amo

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